Finanzieller Ausgleich für berufliche Auszeiten -Elterngeld, Elterngeld Plus & Partnerschaftsbonus und was der Staat noch so bietet

Eine berufliche Auszeit vor und nach der Geburt eines Kindes belastet das Familienbudget. Der Staat bietet eine Menge von Unterstützungsangeboten, um die Zeit der Familiengründung finanziell zu überbrücken. Die Eltern müssen sich im Vorfeld informieren, welche Unterstützung es gibt.

Hier ein grober Überblick über die aktuellen Angebote:

Mutterschaftsgeld

Vor der Geburt und in den ersten Zeiten nach der Geburt des Kindes profitieren die Mütter vom Mutterschaftsgeld. Das wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt.

Anspruch hierauf haben diejenigen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig oder pflichtversichert sind und auch Anspruch auf Krankengeld haben.

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes bemisst sich nach dem Nettoverdienst der Frauen, den sie in den letzten drei Monaten vor Beginn der Schutzfrist erhalten hat.

Die Krankenkasse zahlt höchstens 13 Euro pro Kalendertag. Das bedeutet 390 Euro im Monat. Jedoch ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Mutterschaftsgeld  in Höhe von 13 Euro bis zu ihrem Tagesnettolohn aufzustocken.

Bei selbständigen Frauen sieht die Realität anders aus. Hier besteht lediglich ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes.

Nach acht Wochen nach der Entbindung endet die Zahlung des Mutterschaftsgeldes. Nach einer Frühgeburt oder nach Mehrlingsgeburten endet die Zahlung nach zwölf Wochen.

In bestimmten Fällen ist nicht die gesetzliche Krankenversicherung für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes zuständig. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Arbeitnehmerin privat krankenversichert ist oder, wenn sie als Minijobberin über ihren Partner beitragsfrei in einer gesetzlichen Krankenkasse familienversichert ist.

In diesen Fällen wendet sich Frau an das Bundesversicherungsamt. www.bundesversicherungsamt.de

Hier kann sie das Mutterschaftsgeld als eine Einmalzahlung von bis zu 210 Euro beantragen.

Beachten Sie auch, dass die Mutterschutzmonate nach der Geburt auf die Elterngeld-Monate angerechnet. Arbeitnehmerinnen bekommen in der Regel zwei Monate weniger Elterngeld.

Elterngeld

Weiterhin ist durch das 2009 eingeführte Elterngeld die Einkommenslücke nicht ganz so groß: Eltern, die nach der Geburt beruflich aussetzen, erhalten vom Staat im Regelfall vorübergehend 65 bis 67 % des bisherigen Nettogehalts.

Dadurch erhalten Sie trotz beruflicher Auszeit ein gewisses finanzielles Polster. Zwischen 300 und 1800 Euro im Monat beträgt das Elterngeld. 300 Euro erhalten Frauen, die vorher gar nicht gearbeitet oder ein sehr geringes Einkommen hatten.

Wenn im Haushalt noch ein Geschwisterkind lebt, so erhöht sich das Elterngeld in diesem Fall um 10%, bzw. mindestens um 75 Euro.

Wenn nur ein Elternteil Auszeit nimmt, so kann das Elterngeld bis zu maximal zwölf Monate bezogen werden.
Wenn auch der Partner die Betreuung des Kindes für zwei Monate übernimmt, so verlängert sich der Bezugszeitraum auf bis zu vierzehn Monate.

Alleinerziehende können für bis vierzehn Monate das Elterngeld beziehen.

Elterngeld Plus

Durch das in 2015 eingeführte Elterngeld Plus wurde auch noch ein Anreiz geschaffen, schon neben dem Bezug der Lohnersatzleistung wieder mit der Arbeit zu beginnen.

Dabei ist anzumerken, dass das Elterngeld Plus höchstens halb so hoch ist wie das Elterngeld. Dafür wird aber das Elterngeld Plus länger gezahlt. Es gilt die Faustregel:  Ein Monat Elterngeld entspricht zwei Monate Elterngeld Plus.

Beim Elterngeld wäre z.B. nach den ersten sechs Monaten zu Hause und nach sechs Monaten im Job Schluss mit der Zahlung gewesen: denn man hätte nur für insgesamt zwölf Monate Geld bekommen. Durch den Wechsel zum Elterngeld Plus sichert man sich für insgesamt 18 Monate Leistungen und bekommt mehr finanziellen Ausgleich vom Staat.

Nehmen wir an Sie haben genug Geld zur Seite gelegt und gespart. Jeden Monat bleibt etwa Geld übrig, das Sie investieren möchten.

Dann können Sie sich einen Überblick von der Börse und den unterschiedlichen Finanzprodukten verschaffen. Je nachdem wie risikofreudig Sie sind und je nachdem wie lange Sie auf das angelegt Geld verzichten können, gibt es unterschiedliche Finanzprodukte zur Auswahl.

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