Wie wir mit dem Börsencrash nach Corona umgehen können

Die Corona Krise hat Auswirkungen auf die Börse!

Börsencrashs sind selten, aber nicht vermeidbar. Wir befinden uns in der größten Börsenkrise seit über einem Jahrzehnt. Der aktuelle Crash trifft die Anleger*innen sehr stark, da er plötzlich kam und auch mit äußerster Wucht. Der US-amerikanische Dow Jones Industrial erlitt am 12. März 2020 einen der größten Tagesverluste seiner Geschichte. Der Aktienidex MSCI World brach um 34 Prozent ein. Es sind weitere Kursverluste möglich, solange die Corona Krise andauert und die Wirtschaft angeschlagen ist.

Was sollten Anleger*innen aktuell beachten?

In den Indexfonds ETFs stecken die selben Aktien wie vor der Corona Krise. Jedoch sind die Aktien von z.B. Apple, Microsoft oder Amazon nicht mehr so viel wert wie vor der Krise. Das ist Fakt! Jedoch können Anleger*innen, die auf lange Zeit ihr Geld anlegen, trotzdem Gewinne erwirtschaften, wenn Sie bei ihren ETFs bleiben. Jeder Börsencrash ist nach einigen Jahren wieder aufgeholt worden. Die Verluste in den vergangenen Börsenkrisen waren sogar noch deutlich höher als jetzt. Langzeit Anleger*innen sollten ihr Geld an der Börse lassen, so wie es ist. Das ist vernünftiger, als jetzt den ETF zu verkaufen und sie zu niedrigen Kursen wieder zu kaufen.

Die Empfehlung die Füße still zu halten gilt aber nur unter der Voraussetzung , dass es sich um breit streuende ETFs mit globalen oder zumindest europäischen Aktien handelt. Wenn Sie jedoch Aktien oder Fonds haben, die auf bestimmte Länder oder Branchen setzen, sollten Sie diese noch einmal prüfen. Denn dort sind die Verluste noch höher als bei den breit streuenden ETFs und Aktien. Wenn Sie zum Beispiel auf Unternehmen in der Tourismusbranche gesetzt haben, sollten Sie überlegen, ob Ihre Aktien oder ETFs nach der Corona Krise noch Überlebenschancen haben.

Dividendenstarke Aktien als Alternative zu Zinsanlagen?

Einige Ratgeber empfahlen noch vor kurzem in dividendenstarke Aktien zu investieren als Alternative zu Zinsanlagen. Durch den Börsencrash gilt dieser Tipp nicht mehr wie vorher.

Kontrolle bei gemanagten Fonds

Anders als bei ETFs sollten aktiv gemanagte Fonds regelmäßig überprüft werden. Fondsmanager sind jetzt gefragt, die Crashfolgen bei aktiv gemanagten Fonds zu mildern. Sie sollten vergleichen, wie Fonds im Direktvergleich zu seinem Index abschneiden.

Neueinstieg in die Börse möglich?

Der Einstieg in die Börse ist aktuell zu Schnäppchenpreisen möglich. Jedoch ist nicht absehbar, wie viel Rückgang in den Umsätzen und Gewinnen auf die Firmen zukommen. Wenn Sie langfristig anlegen möchten udn auf Ihr Geld zehn Jahre lang verzichten können, sollten Sie nicht zögern in ETFs zu investieren. Empfehlenswert sind breit streuende ETFs wie „World“ oder „Europe“.

Bei Fondssparplänen mit monaltlichen Beiträgen im Depot besteht kein Problem. Wer jeden Monat eine konstanten Summe investiert, der/die bekommt, je nach Börsenlage mal mehr, mal weniger Anteile. Sparer kaufen zur Zeit Ihre Fonds zu Schnäppchenpreisen.

Vor einer ganz anderen Situation sind Anleger*innen, deren Sparpläne sich dem Ende neigen. Wenn ein Vermögen sich schon angesammelt hat, dann wird es durch den Kurseinbruch stark belastet sein.

ETF Sparer, die aussteigen müssen, sollten eine Kurserholung abwarten, bevor sie verkaufen.

Fazit:

Ruhe bewahren bei breitgestreuten ETFs. Sie können in diesem Fall die Krise aussitzen.

Fonds sollten sie prüfen und ggf. ihr Geld in breitgestreute ETFs umschichten.

Wenn Sie ein Vermögen anhäufen wollen, müssen Sie ggf. Aktien oder ETFs nachkaufen, um den verlust zu kompensieren.

Manchmal brauchen Anleger sehr viel Geduld!

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