Wie wir in uns selber Halt finden und resilienter werden können

Jetzt zu Corona Pandemie Zeiten erleben viele, dass der feste Boden unter den Füßen plötzlich fehlt. Wir suchen nach Halt und haben Angst zu fallen.

Doch was gibt uns in herausfordernden Situationen Halt? Und warum finden manche Menschen leichter Halt als andere?

Die Unsicherheiten, die wir in der Corona Pandemie Zeiten erleben, sind nicht neu. In den westlichen Ländern herrscht sie schon seit längerer Zeit. Das Vertrauen in die Politik ist bei vielen Menschen gebröckelt und Teile der Gesellschaft entfernen sich immer mehr voneinander. Es ist die wachsende Ungewissheit und Angst vor der Zukunft. Hinzugekommen ist mit der Corona Pandemie nun die weltweite Gesundheitskrise mit ihren langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und möglicherweise politischen Konsequenzen“.
Die Menschen können sich nicht damit beruhigen, dass die Pandemie irgenwann vorbei sein wird. Gewiss ist, dass wirtschaftliche und soziale Folgen auf eine Gesellschaft zukommen werden, die in der Corona Pandemie still gestanden hat.

Stück für Stück haben wir schon in den vergangenen Jahrzehnten unsere Sicherheiten verloren:
Es ist nicht mehr festgelegt, welchen Beruf wir in der Zukunft ergreifen werden und ob dieser auch gefragt sein wird.
Wir wissen nicht, ob wir uns eine bezahlbare Wohnung leisten und mit wem wir alt werden können. Sowohl unsere Wohnsituation als auch unsere sozialen Beziehungen sind unsicher.

Welche politische Partei wir dieses Jahr wählen werden ist auch nicht festgelegt, denn wir gehören nirgendwo mehr selbstverständlich dazu. Freiheit kann auch eine Bürde sein und dazu führen, dass wir den Weg nicht mehr finden.

Die Corona Pandemie Zeit verschärft alles noch mehr und wir fragen uns:
„Was gibt mir Halt, wenn alles um mich herum unsicher ist?“


Die Autorin Elif Shafak schrieb einst: „Zweifelslos befinden wir uns in einer Übergangssituation, in einer Art Niemandsland, einem verstärkenden Zwischenraum, begrenzt von einem Ende, das sich hinzieht und einem Anfang, über den wir nichts wissen.“

Eine Lebensphase, in der alles auf den Kopf gestellt wird, braucht neue Rituale und Gewohnheiten, die uns Halt geben. Es lädt dazu ein, einmal zu überlegen: „Wer bin ich eigentlich?“. Wir lernen, unseren inneren Posten zu besetzen und einen Platz im Leben einzunehmen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Person zu sein, die wir schon immer werden wollten.

Wir lernen in der Corona Pandemie Zeit, resilienter zu leben

Wenn es schwierig wird, schauen wir nicht weg oder verdrängen nicht Unangenehmes, sondern stellen uns dem, was uns gerade passiert.

Unser Anker unserer Widerstandskraft sind unsere glücklichen Beziehungen, mit Familie und Freunden. Als soziales Wesen stellen sie unser Grundbedürfnis nach Nähe dar.

Es bringt nichts gegen eine widrige Situation anzukämpfen, die wir nicht ändern können. Besser ist die Situation, so wie sie ist, anzunehmen und von dort aus Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Wir lernen unser Verhalten und unsere Gedanken zu reflektieren und uns über die kleinen Dinge im Alltag zu freuen. Nach vielen inneren Kämpfen lernen wir auch in uns selbst zu ruhen.

Nach seinen inneren Werten zu Leben ist vielleicht der wichtigste Kompass, um auch in Krisen Zeiten Kurz zu halten.

  1. Finde heraus, was dich im Leben stärkt und was dich schwächt: Betrachte die vorherige Woche und filtere, welche Aktivitäten erfüllend und welche unnötig waren.
  2. Finde deine Stärken: Es geht darum, sich bewusst zu machen, was man bereits in sich trägt und welche Fähigkeiten man noch ausbauen muss.
  3. Trenne dich von Energieräubern: Das können falsche Freunde, aber auch unliebsame Gewohnheiten sein. Daurch bekommst du mehr Raum im Leben für die Dinge, die dich wirklich bereichern und erfüllen.
  4. Trau dich, die Gefühle da sein zu lassen und zu ihnen zu stehen. Trauer, Wut oder Angst gehören zum Leben. Manchmal leiden wir darunter, dass wir gegen diese Gefühle ankämpfen, statt ihnen Raum zu geben.

Wenn wir unsere innere Haltung und Gefühlswelt pflegen, dann stärken wir also auch uns selbst!


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