Mit Solarenergie Duschwasser erwärmen

Viele denken zuerst an Stromerzeugung, wenn sie von Solarenergie hören und wissen nicht, dass man mit solarthermischen Anlagen auch Duschwasser erwärmen kann.
Meine Eltern hatten im Sommerhaus in der Türkei solarthermische Anlagen auf dem eigenen Dach, so dass ich die Solarenergie von kleinauf zur Warmwasseraufbereitung kannte.

In der Türkei sind die Sonnenstunden etwas länger als in Deutschland, so dass sich eine Investition in eine Solarthermieanlage für meine Eltern für den Eigenbedarf auf jeden Fall gelohnt hat.

Fakt ist, dass man mit solarthermischen Anlagen nicht reich wird: Die Investitionen amortiseren sich erst über einen längeren Zeitraum. Doch wenn man sich für solare Wärme für das Eigenheim entscheidet, dann nicht zuletzt, um sich von den fossilen Brennstoffen zu emanzipieren.

Was muss man beachten, wenn man sich für solarthermische Anlagen entscheidet?
Die häufig gestellte Frage vor Investitionen in eine Solaranlage ist, ob es ausreichend Sonneneinstrahlung im Wohngebiet gibt. Das heißt, Sie müssen sich im Vorfeld informieren, wie hoch oder niedrig das Solarpotenzial ist. In Deutschland liegen die mittleren Strahlungswerte bei 900-1.200 kWh/m2. In Bayern sind die Sonnenstunden länger als in Norddeutschland.

Dann kommen die Fragen zum Standort der Solaranlage:

  • Weche Neigung hat das Dach? Die optimale Dachneigung liegt bei 30-40 Grad.
  • Welches Dachmaterial ist vorhanden? Je nachdem welches Dachmaterial vorhanden ist, können die Flach- oder Röhrenkollektoren verwendet werden. Die Flachkollektoren sind zwar billiger, nehmen aber aufgrund ihrer geriingeren Effizienz mehr Flächen in Anspruch. Die Röhrenkollektoren sind technisch anspruchsvoller und teurer, nehmen aber weniger Dachflächen in Anspruch.
  • Gibt es genügend zusammenhängende Dachflächen? Es werden in der Regel 1,2 bis 1,5 Quadratmeter Flachkollektorfläche empfohlen.
  • Ist das Dach verschattet von Häusern oder Bäumen? Denn die Verschattung minimiert die Solarernte der Anlage.
  • Welche Ausrichtung (Nord/Süd) hat das Dach? Das größte Solarernte wird bei Südausrichtung versprochen. Falls die Ausrichtung des Daches nicht ausreicht, können auch die Wände des Gebäudes berücksichtigt werden.

Nach der Beantwortung dieser Fragen kann Ihnen der Energieberater sagen, ob es sich baulich oder energetisch lohnt eine Solarthermieanlage für die Warmwasseraufbereitung einzusetzen.

Kosten einer Solarthermieanlage

Für eine Drei-Personen-Haushalt kostet eine Soarthermieanlage, die nur der Warmwasseraufbereitung dienen soll, rund 5.000-6.000 Euro.
Sie sollten auch Förderungen vorab klären und diese als einen verlässlichen Faktor in Ihre Finanzplanung einfließen lassen. Unter Einbezug der Energie- und Betriebskosten und der möglichen Fördermitteln können Sie konkrete Zahlen für die Einsparungen und den Amortisationszeitraum ermitteln. Im Durchschnitt liegt die Amortisationszeit bei 12 Jahren, wobei die Solarthermieanlgaen bis zu 30 Jahre alt werden können.

In der Regel ist die Solarthermie eine Ergänzung und kein Ersatz der Warmwasserversorgung.

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